Bilanzpressekonferenz 2017

Saarlouis, 17. Februar 2017

Volksbank Westliche Saar plus baut Marktposition weiter aus

Die Volksbank Westliche Saar plus hat ihre gute Geschäftsentwicklung im Jahr 2016 mit großem Erfolg fortgesetzt. Edgar Soester, Vorsitzender des Vorstandes der Volksbank Westliche Saar plus, konnte im Rahmen der diesjährigen Bilanzpressekonferenz ein positives Fazit zum Jahr 2016 ziehen: „Wir sind mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr sehr zufrieden. Unsere Marktakzeptanz im Kreditgeschäft ist erneut kräftig gestiegen. Wir sind mehr denn je als regionaler Qualitätsanbieter und verlässlicher Partner gefragt“, so Soester. Dafür hat die Bank im letzten Jahr einiges getan und viele Projekte umgesetzt, um den rückläufigen Erträgen durch Optimierung der Kostenstrukturen zu begegnen. „Wir haben auf die neuen Rahmenbedingungen in einer digitalisierten Welt reagiert und hierbei insbesondere dem deutlich veränderten Kundenverhalten Rechnung getragen. Die große Herausforderung der Zukunft wird es sein, unser Geschäftsmodell an die Erwartungen unserer Kunden anzupassen, die insbesondere Routinetätigkeiten noch viel stärker bequem von zuhause aus erledigen wollen“, erläutert Soester.

 

Überdurchschnittliches Kreditwachstum – mehr als 100 Mio. EUR Neugeschäft

Das Kreditvolumen der Bank ist in 2016 um 26 Mio. EUR angewachsen. „Wir konnten sowohl im Privatkunden- wie auch im Firmenkundenbereich unseren Marktanteil spürbar ausbauen. Dieses deutliche Plus zeigt, dass wir unsere Position als starker Partner der Region und der heimischen Wirtschaft weiter festigen konnten“, so Vorstandsmitglied Manfred Ziegler. Nachgefragt wurden neben Investitionskrediten des Mittelstandes insbesondere Finanzierungen von Immobilien zur Eigennutzung und zu Renditezwecken sowie für Wohnhausrenovierungen mit energetischem Hintergrund.

Einen starken Anstieg verzeichneten auch Wohnhausfinanzierungen mit überlanger Zinsbindung, die über Verbundpartner vermittelt werden. „Bei dem aktuellen Zinsniveau ist der Wunsch unserer Kunden nach langer Zinsfestschreibung verständlich. Entsprechend sind die Bestände bei unseren Finanzierungspartnern im genossenschaftlichen Finanzverbund um satte 18 % gestiegen“, so Ziegler weiter.

Insgesamt konnte die Volksbank Westliche Saar plus in 2016 mit einem Neugeschäft von über 100 Mio. EUR die jährlichen Tilgungen und Sonderzahlungen mehr als kompensieren
und das Kreditvolumen um 4,2 % auf 639 Mio. EUR steigern.

 

Leichter Rückgang bei den Kundeneinlagen

Bei den Kundeneinlagen war die Entwicklung geprägt durch den Verlust eines institutionellen
Großeinlegers, weshalb ein leichter Rückgang von 0,8 % auf 697 Mio. EUR festzustellen war. Bei Eliminierung dieses Sonderfaktors ergibt sich hier jedoch - entgegen der Erwartungen des Vorstandes, der angesichts der faktischen Abschaffung des Einlagenzinses mit größeren Einlagenrückgängen rechnete - sogar eine leichte Steigerung. „Die Berechnung eines Negativzinses bzw. die Erhebung von Verwahrentgelten in der Breite für unsere Privatkunden stellt für uns immer noch eine rote Linie dar, die wir mit aller Macht verteidigen wollen“, unterstreicht Vorstandschef Soester.

 

Betreutes Kundenvolumen weiter angestiegen

Das von der Volksbank Westliche Saar plus betreute Kundenvolumen, das neben den Bilanzbeständen auch außerbilanzielle Volumina der genossenschaftlichen Verbundpartner
mit einbezieht, hat sich in 2016 um 60 Mio. EUR auf 1,86 Mrd. EUR erhöht.

 

Deutlich verbesserte Rentabilität

Mit der Ergebnissituation ist der Vorstand sehr zufrieden. Obwohl in 2016 der Zinsüberschuss als Folge der Niedrigzinspolitik der EZB erstmals rückläufig war, ist das Betriebsergebnis der Bank dennoch deutlich gestiegen, da es gelungen ist, die Kostenstrukturen der Bank durch entsprechende Projekte und Maßnahmen spürbar zu verbessern. „Da die anhaltende Niedrigzinsphase zu weiteren absehbaren Ergebnisrückgängen führt, ist es für uns eine Daueraufgabe, auf wettbewerbsfähige Kostenstrukturen zu achten. In 2016 ist uns hier ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung gelungen.“ Soester hält eine stabile Ertragslage auch deshalb für sehr wichtig, da sich die
Anforderungen der Bankenaufsicht an die Eigenkapitalausstattung der Kreditinstitute
stetig erhöhen. Mit einer Gesamtkapitalquote von über 19 % sieht er die Bank aktuell jedoch als komfortabel kapitalisiert an.

 

Zukunftsthema „Digitalisierung“ führt zu nachhaltigen Veränderungen

Im Spannungsfeld von Niedrigzins, zunehmender Regulatorik und verändertem Kundenverhalten wird Innovations- und Veränderungsbereitschaft immer mehr zum kritischen Erfolgsfaktor, will man auch langfristig im Wettbewerb bestehen. Neues mit Bewährtem kombinieren, lautet deshalb der Grundsatz der Volksbank Westliche Saar plus. „Den Herausforderungen der Digitalisierung muss sich auch eine Regionalbank konsequent stellen. Wir können die neuen Kundenerwartungen im Bankgeschäft nicht einfach ignorieren. Vielmehr müssen wir für Routineaufgaben einfache Lösungen schaffen. Für komplexe Beratungen wollen unsere Kunden aber weiterhin eine individuelle Beratung vor Ort und keinen schnellen Online-Abschluss. Deshalb bleibt die Geschäftsstelle weiterhin der Anker unseres Geschäftsmodells, wenngleich sich ihre Rolle auch wandeln wird. Vertrauen ist immer noch persönlich“, so Soester.

Da der Umbau des Geschäftsmodells in Richtung „Digitalisierung“ enorme Kapazitäten sowie erhebliche Investitionen erfordert, rechnet Soester nicht mit einer Verlangsamung der aktuell rollenden Fusionswelle, zumal die Niedrigzinsphase und die regulatorischen Anforderungen zusätzlich belasten. „Die Prognose, dass deshalb die Tendenz zu größeren Einheiten anhalten wird, ist sicher nicht gewagt. Es wäre daher kurzsichtig, sich sinnvollen Konstellationen zu verschließen.“

Die Volksbank Westliche Saar plus in Zahlen